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 Betreff des Beitrags: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 13. April 2010, 12:12 
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Warum darf auf manchen (vielen?) Ständen in Deutschland KEIN Stahlschrot verschossen werden?

An der Gefährdung der Schützen kann es nicht liegen, denn sonst müsste es in Holland nur so von verletzen Flintenschützen wimmeln. Bleibt nur die Gefährdung des Hinterlandes, oder?

Wäre es in diesem Zusammenhang nicht angebracht eine einheitliche Kenngrösse für Schrote einzuführen? Schote der Kenngrösse X hätten dann gleiche ballistische Daten - egal ob Blei, Stahl, Wismut ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 13. April 2010, 14:13 
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Ein Grund, der gern genannt wird ist, daß es bei Berührung von Eisen- und Bleischroten zu einer Kontaktkorrosion kommt und die, auf den Ständen wohl reichlich vorhandenen Bleischrote sich daher nicht, wie sonst, "abkapseln".
Ob das eine relevante Größe ist kann ich nicht beurteilen, physikalisch ist es zumindest möglich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 13. April 2010, 18:51 
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Demzufolge gibt es also keine Stände mit sowohl-als-auch ..


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 14. April 2010, 16:08 
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geronimo hat geschrieben:
Demzufolge gibt es also keine Stände mit sowohl-als-auch ..

Doch, gibt es auch. Besonders bei Vereinsständen sieht man das wohl nicht so eng.
Bei gewerblichen Anlagen behaupten böse Menschen, die Freigabe hinge davon ab, an welcher Munitionsart der Betreiber besser verdient :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 15. April 2010, 09:55 
Die Benutzung von WE ist eine Standauflage innerhalb der Genehmigung einer Schießstätte.
Es ist keine Wahlmöglichkeit für Besitzer oder Benutzer.

Ausschlaggebend sind Bodengutachten,Sicherheitsbereiche etc.
Da WE ein anderes Abprallverhalten hat sind z.B. andere Sicherheitsbereiche notwendig.
Da auch die Durchschlagskraft höher ist,würden beim Planenfang der Schrote (wie an einigen Ständenz.B.Kümmerazhofen üblich ) stärkere Planen bei WE notwendig.

UND einige Behörden lehnen Blei generell für Stände ab,was zum Kuriosum führt, dass sogar in einer Innenschießanlage wie MSZU WE geschossen werden muss...trotz der höheren Abprallgefahr.

Viel Stände die Blei schießen steht der Umbau auf Stahl bevor.das beinhaltet einen Bodenaustausch,der wiederum noch teurer würde, wenn im zu entsprechenden Erdreich Blei UND WE enthalten ist.
Beides muß getrennt entsorgt werden und ist somit für den Standbetreiber wirtschaftlich blödsinnig.

Stände die beides schießen dürfen,müssten ergo sowohl die Sicherheitrichtlinene wg. Abprallens berücksichtigen als auch eine entsprechende getrennte Bodensanierung möglich machen.

Das es Stände gibt bei denen Augen zugedrückt werden...ach gott ...die drücken seit Jahren die Augen bei derAusbildung zu dann schads doch auch nix beim WE..."Nach uns die Sintflut" steht auf deren Vereinsfahnen.

Das Argument mit dem Preis in läßlich...WE wird permanent billiger ,ist von Spotmarkt Blei unabhängig.
Der Gewinn beim Händler ist aber durch das geringere Einkaufsvolumen geringer als bei Blei.
Aber es klingt trotzdem schön, alles auf die Habgier zu schieben...

Das das ganze kein deutsches Problem mehr ist und selbst vehementeste Kritiker umdenken sihet man hier:
http://www.shootinguk.co.uk/homefeature ... _shot.html

Bei der Fragestellung erhebt sich aber eine Gegenfrage für eine Standbetreiber:
Warum ,wenn doch jeder gegen WE eingestellt ist und dagegen wettert,auch keine geeignete Waffe schießen will,sollte er dann abwechselnd Blei und teureres WE schießen wollen?
Das Thema wird sich von allein regulieren .Bei uns ,unseren Nachbarn und sogar auf der Insel...
Gut so ? nein! aber in den '68ern nannte man sowas "die normative Kraft des Faktischen"...und wer regiert uns heute? genau 68er...
(nochn tolles Vorurteil) :)

B


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 22. April 2010, 15:56 
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@bunduki
Vielen Dank für die ausführliche Information.

> Das Argument mit dem Preis in läßlich...WE wird permanent billiger ,ist von Spotmarkt Blei unabhängig.

2000 Patronen (WE/24g/7) für 300,- Euros incl. Umsatzsteuer, Lieferung frei Haus. Also 15 Cent/Schuss.

>> Das Thema wird sich von allein regulieren .Bei uns ,unseren Nachbarn und sogar auf der Insel...

Hoffentlich bald. Denn dieses rumgezicke der Stände ob Blei oder WE oder .. nervt. Ich bin für WE. Dann ist das Thema erledigt und wir können uns wieder den wirklich wichtigen Dingen des Lebens hingeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 26. April 2010, 10:06 
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@ all

Dank Euch allen die da im vorauseilenden Gehorsam nette Worte zum WE finden.

Erinnert mich an einen Leserbrief in der heimischen Presse, wo sich eine Hundebesitzerin darüber empört, das die Hundesteuer erhöht wird.

Ihre Alternative Anregung wäre eine Erhöhung der Jagdsteuer, da Jäger ja einen immensen Profit aus der Jagd ziehen. Sollen die Komunen die Haushaltslöcher doch aus dieser Einnahmequelle stopfen!

Mein Vorschlag um in den Reigen derer, die da wuf-wuff zum einsparen von Bleiausstoss zu Lasten unserer Umwelt machen wäre eine 100%tige Erhöhung der Benzinsteuer.
Ist gerecht, trifft alle und was man nicht an Sprit verbraucht, macht auch keinen Dreck.

Also - meidet alle Schießstände, fliegt nicht nach Norditalien, Cordoba etc., fahrt nicht mit den dicken Geländewagen nach Holland nur um dort Bleifrei zu schießen.
Handelt Sinnvoll vor Ort und bleibt mit dem Ar*** zu Hause.

Dann könnt Ihr Euch am Tage Ragna Rög vor die Brust klopfen und laut herausbrüllen: "Ich war`s nicht, ich bin nicht Schuld"

:twisted:

Ähem... Was läuft da gerad im Golf von Mexiko :?:


Gruss und eine schöne Woche noch


Jasper


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 30. April 2010, 10:15 
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@Jasper
Schönes Beispiel für eine Polemik.

Kannst du vielleicht auch was sachliches zum Thema WE/Blei beitragen?

@all
Ich bin für WE. Dh aber nicht, dass ich gegen Blei bin. Ob in der Patrone Blei oder WE drin ist, ist mir ehrlich gesagt "wurscht".

War grad gestern wieder in Deutschland auf dem Skeetstand und durfte dort mit Blei donnern. Tags zuvor war ich noch mit WE unterwegs. Ein Unterschied konnte ich beim besten Willen nicht festzustellen (jeweils 24g). Würde deshalb die Behauptung aufstellen, dass für den geübten Normalschützen WE/Blei eine zu vernachlässigende Grösse ist. Zumindest in der Disziplin Skeet.

Kann irgend jemand in diesem Forum über negative persönliche Erfahrungen mit WE berichten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 30. April 2010, 20:48 
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Der geübte Sportschütze trifft seine Wurfscheiben auf weniger als 20 m mit 24 Gramm.
der Jäger beschießt seine Hasen auf 30 m und mehr.-
.... mit max 36 Gramm
....da ziehe ich Blei wegen der bessern Wirkung vor...
...von der Schußentfernung auf Enten ganz zu schweigen....
aber in den USA hat man ein "bag-limit" .....
nur 2 oder 4 oder 6 Enten dürfen mitgenommen werden....
...je nach Bundesstaat...
die krankgeschossenen / verluderten zählen nicht....
...Hauptsache, die Doctrin wird eingehalten....
P. :roll: :roll: :roll:

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 30. April 2010, 23:22 
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@Hansgerd
Wie in der Threadeinleitung erwähnt geht es mir um die Wurfscheibenstände. Die Wirkung von WE auf Wurfscheiben dürfte ausreichend sein und steht wohl nicht zur Diskussion, oder?

Zitat:
aber in den USA hat man ein "bag-limit" ..... nur 2 oder 4 oder 6 Enten dürfen mitgenommen werden.... ...je nach Bundesstaat... die krankgeschossenen / verluderten zählen nicht.... ...Hauptsache, die Doctrin wird eingehalten....


Nur wenige Kilometer von deiner Haustür entfernt, in den Niederlanden, wird ohne Probleme mit WE auf Hasen und Enten gejagt."Verluderte" zählen dort sehr wohl...


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 2. Mai 2010, 19:08 
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Wohnort: Nordhorn
NUN - die Stahlschrot-Hysterie habe ich zuerst in US-Publikationen gefunden.
und über die Gesetzgebung in NL möchte ich mich als Deutscher nicht auslassen....
nur max 6 Waffen...
nur 6 bejagdbare Wildarten...
die Königin aus dem Naturschutzbund entfernt....
....Hasch....
kein Wunder, dß so viele Holländer versuchen , in D. zu pachten ...
koste es, was es wolle.....
P. :roll: :roll: :roll:

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NRA-Life-Member


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 09:50 
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geronimo hat geschrieben:
@Jasper
Schönes Beispiel für eine Polemik.

Kannst du vielleicht auch was sachliches zum Thema WE/Blei beitragen?


Hi Geronimo,

was, an meinen Worten, ist denn nicht sachlich. Also der Sache dienlich.

Bei der Debatte um Stahlschrot (WE) geht es doch ursächlich immer um den Umweltschutz.
Ob auf Schießständen oder auf der Jagd - Umweltschutz ist der Saurier der als großes Argument zu Felde geführt wird.
Verbunden mit der Impfung eines schlechten Gewissen aus erhobenen moralingetränkten Zeigefingern derer, die sich als Apostel einer besseren Welt aufspielen.
In Anbetracht von tatsächlichen Umweltsünden und deren Verursachern sollte ein Beitrag in jagdlichen Foren doch eher gegen WE gehen. Jagdlich halte ich das Zeug aus eigener Erfahrung für nicht
wirklich geignet. Nutze deshalb an Gewässern Bismuth als Zwangsalternative.

Daher halte ich auch jede Art der Beführwortung von diesem Plunder als vorauseilenden Gehorsam, und damit für duckmäuserich und unnötig.

Nur weil das in anderen Ländern so praktiziert wird, Bleifrei, ohne verläßliche Aussagen was die Krankschußrate angeht,wird das Zeug nicht besser.

Nicht alles was vom großen Bruder übern Teich schwappt ist toll.



Jasper


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum kein Stahlschrot?
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 17:01 
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Registriert: 23. September 2005, 05:13
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Wohnort: Region Alpe Adria
geronimo hat geschrieben:

@all
Ich bin für WE. Ob in der Patrone Blei oder WE drin ist, ist mir ehrlich gesagt "wurscht".



Aha.


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